Firmenportrait    

Vom Nebenberuf zum Hauptberuf  

Im Prättigau findet man den Hafnerberuf erst im 19. Jahrhundert. Stephan Hartmann begann 1859 mit dem Herstellen von Dachziegeln, die er dann zu unseren heutigen Ziegeln umformte und daraus Steinöfen baute und Kochherde ausfütterte. Der Grundstein für die erste Dynastie von Hartmann Ofenbau war somit gelegt. In den ersten 100 Jahren konnte man jedoch vom Ofenbau alleine nicht leben. Um das Grundeinkommen zu sichern,3 Generationen Hafnergeschichte auf einem Bild Stephan+Jann Hartmann mit dem jungen Johann Leonhard mussten auch noch andere Tätigkeiten, wie Gartenmauer erhöhen, Jauchkasten flicken, Misthäuser bauen, Rohrleitungen legen und Dächer decken, ausgeübt werden. Stephan Hartmann (1. Generation) und Jann Hartmann (2. Generation) hielten neben ihrem Beruf noch einen Bauernhof. Mit der Zeit nahmen Aufträge wie Kochherd ausfüttern, Kamin erhöhen und Kachelofen erstellen zu, wodurch sich die Hafnertätigkeit immer mehr zur Hauptbeschäftigung entwickelte. 1950 erhielt Johann Leonhard Hartmann (3. Generation) den ersten Auftrag für den Bau eines Cheminée. Dies war der Wendepunkt, jetzt konnte der Hafner ohne Nebeneinkommen leben. Johann Leonhard Hartmann war der Erste der Hartmanns, der ein Fähigkeitszeugnis als Hafner erwarb. 

 

Leonhard Hartmann (4. Generation), hat im Jahr 1968 den Titel des eidgenössisch diplomierter Hafnermeister erworben, er ist zum heutigen Zeitpunkt pensioniert und geniesst mit seiner Frau Marili den verdienten Ruhestand.

Sommer/Wintersaison  
Die Hauptarbeitszeit eines Hafners war von Anfang April bis Ende Dezember. In den Monaten Januar bis März gab es nur kleinere Arbeiten wie Ofen anschliessen, Kochherd ausfüttern, Kaminhüte anfertigen und Werkzeug putzen, zu verrichten. Während den ersten zwei  Generationen war man nebenbei noch Bauer um über die Runden zu kommen. In der dritten Generation beschäftigte man sich während den Wintermonaten als Waldarbeiter. Leonhard Hartmann musste im Winter ins Unterland ziehen, um sein Einkommen zu bestreiten, konnte dabei aber auf seinem Beruf arbeiten. Erst seit 1960 konnte man die Hafnertätigkeit das ganze Jahr durch ausüben. Wobei auch heute noch die Monate Dezember bis März zu den Auftragsschwachen gehören. Aber da wir Bündner gerne Skifahren, lassen sich die leeren Monate überbrücken.  
  

Die "ersten Pressemitteilungen" 

Schon 1934 wurden Inserate in der aktuellen Talzeitschrift geschaltet.

Das abgebildete Exemplar ist auf den 22. Juni 1934 datiert.

Das Bezirksamtsblatt, wird noch heute, in jede Haushaltung einmal pro Woche verteilt.

 

Die Rezession der 70er Jahre hinterliess dann aber auch bei Hartmann Ofenbau ihr Spuren. Der Betrieb musste auf 3 Mann rationalisiert werden. Die Lehrlingausbildung wurde aber immer im Auge behalten. Ab 1968 bis 1977 hat alle drei Jahre, ein Lehrling seine Ausbildung in der Firma erhalten. Nach einer kurzen dreijährigen Pause wurde 1981 bis zum heutigen Zeitpunkt alle drei Jahre ein neuer Hafner ins Berufsleben entlassen.

 

 

Heute beschäftigt Hartmann Ofenbau wieder 3 Personen im Betrieb.